Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnet Psalm 26.8
Donnerstag, 5. März 2026, 19.30 Uhr
Von der RAF-Terroristin zur staatlich anerkannten Friedenskraft
Silke Maier-Witt, Nordmazedonien
u.a. Lesung aus ihrer Autobiografie
Ich dachte, bis dahin bin ich tot“ – lautet der Titel der Autobiografie von Silke Maier-Witt, die in der
St. Johanneskirche aus ihrem kürzlich erschienenen Buch lesen und aus ihrem Leben berichten wird.
Silke Maier-Witt, geboren 1950 in Baden-Württemberg, war seit 1977 Mitglied der 2. Generation der Roten Armee Fraktion (RAF). Untergetaucht in der DDR wurde sie nach der Wende enttarnt und zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt, jedoch vorzeitig nach fünf Jahren Haft entlassen. Nach ihrem Psychologiestudium und anschließender Ausbildung in ziviler Konfliktbearbeitung wurde sie im Jahr 2000 im Rahmen eines staatlich geförderten Programms in den Kosovo entsandt. Dort hat sie 14 Jahre zum Aufbau friedlicher Strukturen und zu einem friedlichen Miteinander unterschiedlicher ethnischer Gruppen beigetragen.
Der Eintritt ist frei, Spenden dienen dem Erhalt der St. Johanneskirche
Donnerstag, 12. März 2026, 19.30 Uhr
Was Quäker glauben
und tun
Vortrag mit Lichtbildern über die sog. Historische Freidenskirche- Religiöse Gesellschaft der Freunde
Diese Gemeinschaft hat ihre christlichen Wurzeln im England der 1650er Jahre. Die Bezeichnung „Quaker“ – zu deutsch „Zitterer“ – war ursprünglich ein Spottname, wurde von den Mitgliedern aber als Eigenbezeichnung übernommen. Dem Quäkertum liegt die Annahme zugrunde, dass jedem Menschen das Licht Gottes innewohnt. Jede Person habe einen einzigartigen Wert, sodass die Bemühung im Vordergrund steht, die Erniedrigung und Diskriminierung von Individuen und Gruppen zu verhindern. Nach wie vor setzen sich „die Freunde“ – inspiriert von einem Zitat im Johannes-Evangelium: Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch sage - u.a. für Gewaltfreiheit, Menschenrechte und Gewissensfreiheit ein.
Das Quäker-Ehepaar Helga und Konrad Tempel hat seit 1960 dort und in Friedensorganisationen leitende Ämter innegehabt und den zivilen Friedensdienst mitbegründet. Bis heute engagiert es sich in der Zivilgesellschaft aktiv für Verständigung und Versöhnung. Beide sind von Anfang an intensiv tätige Mitglieder im Fördervereins St. Johannes.
Der Eintritt ist frei, Spenden dienen dem Erhalt der St. Johanneskirche.