Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnet Psalm 26.8
Musik zur Passion
von Dietrich
Buxtehude
Leidend, herb, süßlich, bisweilen meditativ - bewegende Musik schuf Dietrich Buxtehude 1680 mit diesem Zyklus von
Passionskantaten. Buxtehude war zu diesem Zeitpunkt bereits 12 Jahre Organist an St. Marien in Lübeck und ein echtes Schwergewicht unter den Komponisten und Musikern in Norddeutschland und ganz
Nordeuropa. Bachs bekannte Pilgerreise nach Lübeck spricht für sich…
Nicht nur in Buxtehudes großem Schaffen - allein rund 100 Kantaten sind überliefert – nimmt dieses Werk ein absolute Sonderstellung ein, auch sonst sind derartige Zyklen etwas ganz Außergewöhnliches.
Normalerweise wurden ein oder zwei solcher geistlichen Konzerte im Gottesdienst musiziert, kirchliche Konzerte sind in dieser Zeit nicht üblich. Selbst die berühmten, von seinem Schwiegervater Franz Tunder eingeführten, Abendmusiken in der Lübecker Marienkirche beinhalteten ursprünglich nur Orgelmusik. Dass die sieben Kantaten in „Membra Jesu nostri“ als Ganzes aufgeführt werden sollen, lässt sich einerseits aus den Einzeichnungen in der autographen Partitur ersehen, andererseits zeigt es auch die Bedeutung, die Buxtehude der Komposition selbst beimaß. Vermutlich schrieb Buxtehude diesen Zyklus im Auftrag des schwedischen Königshofs.
Die überwiegende Text-basis dieses Werks
(„Die allerheiligsten Glied-maßen unseres leidenden Jesus“) stammt aus einer mittelalterlichen Dichtung des Zisterziensermönchs Arnulf von Löwen und wurde von Buxtehude eigenhändig mit Bibelversen kombiniert. Die Art dieser mystischen Andachtsdichtung erscheint uns heute fremd, war in der frühen Barockzeit aber außerordentlich beliebt. In sieben Abschnitten werden die Gliedmaßen des gekreuzigten Christus allegorisch gedeutet und dem Betenden zum Mit-Erleiden vor Augen und Ohren geführt.
Buxtehudes grandiose Musik bringt es fertig, dass dieses
Passionsoratorium den heutigen Zuhörer trotzdem nicht nur erreicht, sondern nach wie vor tief berührt. Die relativ kleine Orchesterbesetzung verstärkt den eher intimen Charakter, leidende Dissonanzen
und milde Klänge treten deutlich hervor. Umso stärker beeindrucken die wenigen großen Ausbrüche der Musik.
In diesem Konzert am Sonntag, den 15. März um 18 Uhr in der St. Johanneskirche musizieren neben dem international renommierten Ensemble Hamburger Ratsmusik auf historischen
Instrumenten, die Solisten Emma Berglund (Sopran), Paula Rein (Alt), Christian Volkmann (Tenor) und Carsten Krüger, sowie die Kantorei St. Johannes unter der Leitung von Edzard Burchards.
Eintrittskarten zu 15 € (Kinder, Jugendliche freier Eintritt) sind im Vorverkauf (West-Apotheke, Wulfsdorfer Weg 93 oder m.robinson@st-johannes-ahrensburg.de) und an der Abendkasse erhältlich.
Kommen Sie und erleben Sie diese vielleicht großartigste Komposition zur Passion vor Bach!
Freitag, 20. März 2026, 19.30 Uhr
Frühjahrskonzert des Jugend-Sinfonieorchesters Ahrensburg gemeinsam mit dem K Wind Orchestra aus Japan
Zum alljährlichen Konzert in der St. Johanneskirche gastiert das Jugend-Sinfonieorchester diesmal mit Gästen aus Fernost. Das Orchester bekommt Besuch vom japanischen Bläserensemble K Wind Orchestra.
Die Ensembles werden Ausschnitte aus ihren Konzertprogrammen präsentieren.
So spielt das Jugend-Sinfonieorchester den fünften Satz von Schumanns 3. Sinfonie
(der „Rheinischen“). Zudem werden die jungen Musikerinnen und Musiker gemeinsam spielen, unter anderem den ersten Satz von Mozarts Klarinettenkonzert in A-Dur, Solist ist der Leiter des japanischen Ensembles Ken-yu Sato.
Das Jugend-Sinfonieorchester Ahrensburg ist schon seit über 50 Jahren Teil der regionalen Kulturszene und fördert junge Musikerinnen und Musiker. Neben regelmäßigen Konzerten in der Laeiszhalle ist der internationale Kulturaustausch elementarer Bestandteil seiner Arbeit. Konzertreisen führten das Orchester schon durch ganz Europa, in die USA und nach Asien. Genauso begrüßen sie aber auch regelmäßig Gäste aus dem Ausland, wie es in diesem März mit dem japanischen Ensemble der Fall ist.
Der Eintritt ist frei, Spenden dienen dem Unterhalt der St. Johanneskirche